Kusswechsel

Ausgerechnet in den Urlaubsschwarm ihrer besten Freundin Chris muss Feline sich verlieben, und der coole Fabian scheint auch nicht ganz abgeneigt zu sein. Als er sie dann sogar küsst, steckt Feline in einer Zwickmühle. Wie soll sie das bloß Chris beibringen? Die Freundschaft der beiden Mädchen wird auf eine harte Probe gestellt. Und was ist dran an dem Gerücht, dass Felines Mutter fremdgeht?

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Leseprobe:

Du hast schöne Haare? Das war ja wohl die Höhe! Was bildete er sich ein? Und was sollte das heißen: Da habe ich mich wohl in was verrannt?, empörte ich mich tapfer und versuchte zu ignorieren, was in diesen Sekunden zwischen meinem Bauch und meinem Magen losbrach: kein Sturm der Entrüstung, der mich aus Freundschaft zu Chris aufspringen ließ, nein, sondern ein riesiger Federflügelchenschwarm, der ununterbrochen flatterte und wohlig kribbelte und ein laues Lüftchen an mein Ohr wehte, als Fabian mir die Haare wegstrich und flüsterte:
«Das Problem ist nämlich ... ich finde dich unheimlich süß.»
Der Federflügelchenschwarm nahm Anlauf, stürzte sich auf den verschreckten Quadratzentimeter Verstand und erledigte ihn.
Fabian umfasste meine Schulter, nahm mein Kinn zwischen die Finger und küsste mich auf den Mund.
Die Bartstoppeln piksten.
Du musst sofort gehen!, röchelte mein stecknadelgroßer Restverstand und hielt meine Lippen fest aufeinandergepresst, doch dann ging ihm die Luft aus. Ich küsste zurück. Einen wunderschönen, endlosen, viel zu kurzen Kuss lang dachte ich gar nichts mehr. Außer dass er bitte nie mehr aufhören möge, nie mehr!

Liebe Chris, es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: Ich habe mich richtig verliebt. Die schlechte: in Fabian.
Ach Quatsch, das ging nicht, und schon gar nicht als SMS.
Ich nahm ein paar Blätter Papier aus dem Drucker in Mamas Arbeitszimmer, setzte mich an meinen Schreibtisch und schrieb:
Liebe Chris,
es tut mir so leid

Nein.
Liebe Chris,
es ist etwas ganz Schreckliches passiert

Es ist etwas ganz Schreckliches passiert?
Nein.
Doch!
Mist! Mist! Mist!
Wie sollte ich Chris schreiben, was passiert war, wenn ich es selbst nicht verstand? Natürlich wusste ich, was passiert war: Ich hatte mich in Fabian verliebt. Nein: Ich hatte mich TOTAL in Fabian verliebt. Ich konnte nichts mehr essen und mich auf nichts mehr konzentrieren und hielt es keine Sekunde länger ohne ihn aus ...
Und das war TOTAL verboten. Und ließ sich nicht mehr ändern. Nie mehr. Ich verstand nicht, wie mir das hatte passieren können. Das verstand ich einfach nicht.

Kritiken:

Westfälische Nachrichten, 26.1.06:
Es kommt zu einigen Turbulenzen und Peinlichkeiten, bevor Feline die Ungereimtheiten geklärt hat und sich die Wogen zwischen ihr und Chris wieder glätten. Angela Gerrits beschreibt das mit leichter Hand - mal amüsant, mal nachdenklich.

AJuM der GEW, Niedersachsen, Januar 2006:
Aus der Sicht einer intelligenten Dreizehnjährigen wird die Geschichte erzählt: in einer lebendigen, frischen Sprache, die ein Anbiedern vermeidet ... Für Mädchen ab 11 und alle, die sich an Chaos- und Katastrophenzeiten erinnern mögen, sehr zu empfehlen!

Buchtips.net, 20.1.06:
Tohuwabohu pur also, das Angela Gerrits ihren Leserinnen hier offenbart! Gerrits berichtet über das Gefühlschaos Felines allerdings auch mit einem kleinen Augenzwinkern - unterhaltsame Lektüre, die natürlich für Mädchen in ähnlichen Situationen auch ein Stück weit kleine Lebenshilfe sein kann.

ekz 2/06:
Die Probleme sind gut beobachtet und werden in humorvoller Weise auf die Schippe genommen.